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29.07.2005 - Modernisierer setzen verstärkt auf sparsame Ölh...
Günstige Energiepreise und sichere Betriebsweise.
In Zeiten sparsamer Haushaltsführung besinnen sich immer mehr Hausbesitzer auf die wirtschaftlichen Qualitäten der Ölheizung. Dieser Trend geht aus einer aktuellen Marktforschungsuntersuchung von neun Ferngasgesellschaften hervor und bestätigt eine Studie des Instituts für wirtschaftliche Oelheizung e. V. (IWO). Seltener denn je wird im Zuge einer Ölheizungssanierung auf Erdgas umgestellt, eine deutliche Mehrheit der Besitzer technisch veralteter Ölheizkessel setzt auch bei der neuen Heizanlage wieder auf den bewährten Energieträger Heizöl.
Die nachweislich günstigeren laufenden Energiekosten und die sichere Betriebsweise sind vielfach genannte Gründe für die erneute Anschaffung einer Ölheizung. Dazu passt die Erfahrung von Umstellern: Ein Drittel registrierte nach dem Wechsel auf Gas einen gestiegenen monatlichen finanziellen Aufwand - trotz der verbesserten energetischen Effizienz ihrer neuen Heiztechnik. Wie das zusammenpasst? "Heizöl ist seit mehr als 25 Jahren günstiger zu beziehen als Erdgas, und zwar im Schnitt um rund 25 Prozent", erklärt ein IWO-Sprecher. Da kann es passieren, dass der Energiespareffekt des neuen Heizkessels durch den höheren Brennstoffkostenpreis bei Erdgas unterm Strich wieder aufgezehrt wird.
Aber auch die unmittelbaren Kosten einer Umstellung auf einen anderen Energieträger sind deutlich höher als die Erneuerung der alten Ölheizung, haben die Marktforscher herausgefunden. Allein für die Sanierungsmaßnahmen der Heizungstechnik mussten Umsteller durchschnittlich fas 67 Prozent mehr bezahlen als diejenigen, die beim Wärmeenergieträger Heizöl blieben. Hinzu kommen bei den Umstellern noch die Gebühren für den Gasanschluss, die in den vergangenen drei Jahren laut Studie im Mittel 2100 Euro betrugen.
Umsteller nannten oft den mit der nicht mehr benötigten Tankanlage verbundenen Platzgewinn als Motiv für den Wechsel zu Erdgas. Doch nur 60 Prozent derjenigen, die aus diesem Grund den Energieträger gewechsel haben, ließen anschließend tatsächlich ihren Tank ausbauen.
Ohnehin braucht der Platzbedarf einer Ölheizung kein Grund zu sein, auf die günstigen Energiekosten dieses Heizsystems zu verzichten. Moderne Öl-Niedertemperatur- und Öl-Brennwertanlagen werden längst so kompakt gebau wie Gasgeräte. Und sie sind so sparsam im Verbrauch, dass die bisherige Tankanlage verkleinert werden kann. Da Heizöl bis zu einer Menge von 5000 Litern im selben Raum wie der Heizkessel gelagert werden darf, kann sich sogar die Investition in einen neuen - wesentlich kleineren - Tank lohnen, der dann neben dem Heizkessel aufgestellt wird. In dieser Konstellation reduziert sich der gesamte Stellplatzbedarf von kessel und Lagerbehälter auf kaum mehr als zwei Quadtratmeter.
Andererseits bietet eine großzügig dimensionierte Tankanlage auch Vorteile, gibt IWO zu bedenken. Weil nämlich bei saisonal niedrigen Heizölpreisen ein Wärmevorrat für zwei oder mehr Heizperioden angelegt werden kann. Zudem zahlen sich beim Heizöleinkauf größere Abnahmemengen in barer Münze aus.
Modernes Heizen Nr. 144, Institut für wirtschaftliche Ölheizung e.V. (IWO)
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