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Heizöl erneut teuerer - Euro verliert

08.05.2008 - Heizöl erneut teuerer - Euro verliert

Am Ölmarkt gibt es kein Halten mehr. Die Rohölpreise steigen täglich von einem Rekordhoch zum nächsten. Der Euro verliert weiter an Wert und übt so zusätzlich Druck auf die Heizöl-Notierungen aus.

Aktuell stehen die WTI-Rohöl-Futures bei 123,50 US-Dollar pro Barrel, die Juni-Kontrakte der Nordseemarke „Brent“ werden für 122,40 Dollar gehandelt. Der Euro verliert innerhalb eines Tages rund 2 Cent auf 1,5320 US-Dollar.
Auch besser als erwartet ausgefallene US-Öllagerbestandsdaten können den Anstieg der Ölpreise nicht verhindern.
Die Rohölvorräte stiegen nach den Zahlen des Department of Energy (DOE) im Vergleich zur Vorwoche um satte 5,7 Millionen Barrel an, bei den Produkten gab es keine nennenswerte Veränderung.
Zwar fielen die Notierungen kurz nach Veröffentlichung der Zahlen kurz zurück, um dann aber wieder kräftig bis auf knapp 124 Dollar durch zu starten.
Und das trotz eines weiter steigenden Dollars, dessen Schwäche ja noch vor kurzem mit verantwortlich für die anziehenden Ölpreise gemacht wurde.
So ist und bleibt der Hauptgrund für die Rallye am Ölmarkt die stark steigende Nachfrage bei einem mehr oder weniger stagnierenden Angebot, das aufgrund verspätet einsetzender Investitionstätigkeit erst mittelfristig wieder ausbaufähig sein wird.
Die Konjunktur in Europa zeigt weiter Schwächetendenzen und bringt sowohl den Euro als auch die EZB unter Druck. Die hohe Inflation hält die Währungshüter zwar bisher von Zinssenkungen ab, bei einer weiteren Eintrübung der Wirtschaft wird diese Option aber sicher verstärkt ein Thema sein.
Die steigenden Rohölpreise und der schwächelnde Euro treiben die Heizölpreise immer weiter nach oben. Es ist zu befürchten, dass wir leider noch nicht am Ende des Aufwärtstrends angekommen sind. Erst ein Einbruch auf der Nachfrageseite wird diesen nachhaltig brechen können.


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